Wie alles begann

Im Jahre 1987 wurde festgestellt, dass das damalige Gerätehaus an der Bislicher Straße im Hinblick auf seinen Bauzustand sowie seiner Lage nicht mehr in der Lage war, den Anforderungen an ein Feuerwehrgerätehaus gerecht zu werden.

Politik und Verwaltung entschlossen sich zu einem Neubau an einem verkehrsgünstigen Platz mit guter Erreichbarkeit der Ortsteile Mehrhoog, Ringenberg, der Autobahn und natürlich dem Ortsteil Hamminkeln. Die Stadt Hamminkeln erwarb zwecks Neubau eines modernen Feuerwehrgerätehaus im Jahre 1991 ein Eckgrundstück an der Straße Daßhorst/Weststraße, dem heutigen Standort des Feuerwehrgerätehaus und der künftigen Rettungswache Hamminkeln. Bereits zu dieser Zeit wurde ein möglicher Anbau der Rettungswache vorgesehen und eine Änderung der Kreuzung in einen Kreisverkehr berücksichtigt.

Bis zum Spatenstich am 15.04.1996 galt es viele Planungen abzustimmen, Förderanträge zu stellen und Vorbereitungen zu treffen. Die voraussichtlichen Baukosten sollten sich auf rd. 3,7 Mio DM (1,9 Mio Euro) belaufen.

Innerhalb einer Bauzeit von einem Jahr und zwei Monaten konnte das neue Gebäude der Stadt übergeben werden worauf am 23. August 1997 die Feierliche Einweihung stattgefunden hat.

 

Das Gerätehaus in Zahlen

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Nach dem Umzug

Die Fahrzeughalle des  Feuerwehrgerätehauses bietet Stellplätze für sieben LKW und einen PKW. Ebenfalls ist eine Fahrzeuggrube sowie eine separate Waschhalle vorhanden, welche die Pflege und Instandhaltung der Fahrzeuge ermöglichen. Im rückwärtigen Bereich der großen Fahrzeughalle befinden sich die Werkstätten und Lagerräume, die entsprechend den Anforderungen der Feuerwehr eingerichtet sind.

Da, wie man bei der Feuerwehr sagt, nach dem Einsatz – vor dem Einsatz ist, werden nicht nur die Schläuche getauscht sondern auch Kettensägen, Lüfter und Stromerzeuger getankt, ausgebrachtes Schaum- und Ölbindemittel wieder aufgefüllt und die Einsatzbereitschaft der Atemschutzgeräte wieder hergestellt. Die für den Atemschutzeinsatz ausgebildeten Atemschutzgeräteträger können hierzu aus einem Gerätedepot komplett vormontierte und geprüfte Atemschutzgeräte entnehmen das sich wie das Schlauchlager zentral für alle sechs Einheiten in den Ortsteilen Hamminkelns im Gerätehaus des LZ1 befindet. Durch das Logistikfahrzeug mit Hubladerampe kann so je nach Bedarf schnell eine größere Menge an Schläuchen, Atemschutzgeräten oder auch Schaum- und Ölbindemittel an die Einsatzstellen im Stadtgebiet nachgeführt werden

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Im Erdgeschoss des rechten Gebäudeteils ist das Büro der Löschzugführung sowie eine Einsatzzentrale untergebracht. Von dieser aus können bei Bedarf die Einsatzkräfte koordiniert werden. Dies kann z.B. nach einem starken Sturm notwendig sein.

Umkleideräume und die sanitären Anlagen sind ebenfalls im Erdgeschoss untergebracht. Auf kurzem Weg kann die Fahrzeughalle mit den eingestellten Fahrzeugen erreicht werden.

  • Damit die Feuerwehr schnell ausrücken kann, werden die Fahrzeuge grundsätzlich rückwärts eingeparkt.

Durch die zentrale Lage des Standortes innerhalb des Stadtgebietes besetzen die Kameraden und Kameradinnen vom Löschzug neben den dem Löschzug fest zugeordneten Fahrzeugen (HLF20, LF10 und MTW) auch die Sonderfahrzeuge (DLK, RW, GW-T, KdoW). Mit diesen Fahrzeugen rücken wir auch in die Ausrückebereiche im Stadtgebiet Hamminkeln aus und unterstützen die dort zuständigen Einheiten.content_image02

Das Obergeschoss mit großem Schulungs- und Besprechungsraum beinhaltet ebenfalls das Büro des Wehrleiters, die zentrale Kleiderkammer, eine entsprechende Toilettenanlage sowie eine Küche, die auch zur Verpflegung während Einsätzen genutzt werden kann.

Im Dachgeschoss finden die Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr Ihre Räumlichkeiten vor. Hier haben die Jugendlichen Raum für ihre Dienste aber auch für eine Partie am Kicker.

Der Außenbereich bietet die Möglichkeit auch direkt am Gerätehaus kleinere Übungen durchzuführen. Von der Straße aus erkennt man die Schlauchtrocknung, die sich an der westlichen Grundstücksgrenze befindet. Durch die heutigen Vorgaben bezüglich Reinigung und Prüfung von Feuerwehrschläuchen, wird die Schlauchtrocknungsanlage nur noch selten genutzt. Diese ist jedoch mit einer Flutlichtanlage ausgestattet und bietet so die Möglichkeit auch in den Wintermonaten oder bei Nacht sich sicher auf dem Platz zu bewegen.

Die reguläre Zufahrt zum Gelände befindet sich an der Straße Daßhorst, von der man den Parkplatz für die Pkw der Einsatzkräfte erreicht. Dadurch dass die Einsatzfahrzeuge im Einsatzfall das Gelände über die Weststraße verlassen, wird ein gefährlicher Begegnungsverkehr zwischen den ausrückenden Einsatzfahrzeugen und Feuerwehrangehörigen, die zum Geräthaus eilen, vermieden.